Welche Aufgaben haben Marken in der Zukunft?

Diese Frage habe ich in diesem Blogartikel an die Leser meines Bloges gestellt und habe noch keine Antwort bekommen. Mitterweile war ich bei dem Social Commerce Forum und habe das Thema mit den Konferenzteilnehmern in einer Session diskutiert. Diese Disskusion hat mich zu den folgenden fünf Thesen angeregt:

  1. Die Marken müssen das Produkt leben. Das heißt zum Beispiel, dass die Call Center Mitarbeiter sollen nicht nur die Bestellungen entgegennehmen, sondern die Leidenschaft zum Produkt vermitteln und die Kunden richtig beraten.
  2. Marken sollen die Kundennähe suchen. Allein der Begriff Distanzhändler deutet darauf hin, dass man eine Distanz zu Kunden hat. Man kennt die Kunden aus der Ferne – durch die Database Marketing Analysen und Scoring Verfahren. Der einzelne Kunde steht nicht im Vordergrund! Die Distanzhändler sollen sich zu den Kuschelversendern entwickeln :-).

    Nicht alle Kunden wollen im Internet persönlich beraten werden. Aber die Kunden, die dieses Service beanspruchen, sollen menschliche Wärme und starke Kompetenz erfahren. Internet bietet jetzt eine einfache Möglichkeit sich zu vernetzen und über eine persönliche Erfahrung mit der Marke an mehrere Leute sehr schnell zu berichten.

  3. Marken müssen excellentes Prozessmanagement beherrschen. Services wie Forderungsmanagemnt, Logistik und Retourenmanagement usw. können an die Spezialisten outgesourct werden. Es ermöglicht die Konzentration auf die Kernkompetenz, aber setzt voraus, dass man einen Überblick über die gesamte Prozessekette hat und diese aktiv überwacht, managt und ständig optimiert.
  4. Marken sollen nicht das größten Teil des Investements in die Werbung stecken, um möglicht viel Traffic zu generieren. Sondern die Services für die bestehenden Kunden ausbauen. Dazu gehört Investment in IT, um auch zu den Hochlastzeiten eine performante Seite zu haben. Dazu gehört auch ein Investment in E-Commerce Plattform, um die Kunden auf der Seite zielgenau und persönlich abzuholen. Viele Firmen freuen sich, dass IT Kosten an gesamt Ausgaben sehr niedrig sind. IT ist der Motor von eBusiness und muss strategischer betrachtet werden.
  5. Marken müssen für die einfache Verteilung der Produkte und Inhalte im Internet sorgen. Die Identifikation, Zuordnung und Einordnung eines Produktes in der nahen Zukunft werden weniger durch die Bildersprache von Werbespots, Plakatte, Printanzeigen oder Hockey Stick auf der T-Online Homepage vorgenommen, sondern durch die Meinungen, Erfahrungen und Eindrücke der Nutzer entstehen. Offene Schnittstelle und einfache Verteilung sollen diesen Austausch vereinfachen.

Ich bin auf Euer Feedbak gespannt und freue mich Eure Thesen zu erfahren!

Mehr zum Thema Markenbildung im Internet in meinem Blog:

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